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Bild: ©privat

Biogas - Strom, Wärme, Mobilität und Artenvielfalt

Als erneuerbare Energie, die direkt speicherbar ist, ergänzt Biogas den erneuerbaren Strom aus Sonne, Wind & Co. in idealer Weise. Das erfolgt dezentral an der Biogasanlage oder über den größten Energiespeicher, das Erdgasnetz: es sichert über mehr als ein Viertel Jahr lang die Stromversorgung für ganz Deutschland! Dort eingespeistes Biogas stellt perfekt und bedarfsgerecht den Strom dann bereit, wenn er gebraucht wird. Eine Qualität, um die Stromversorgung bei Ausstieg aus Atom und Kohle erneuerbar zu sichern.

Mit der Biogasnutzung in Blockheizkraftwerken (BHKW) entsteht gleichzeitig Wärme, die zur Heizung, Kühlung, Prozessenergie oder Warmwasserbereitung in Haushalten, öffentlichen Einrichtungen, Gewerbe und Industrie Verwendung findet. Besonders geeignet zur Verteilung vom Kraftwerk bis zum Endverbraucher sind effiziente Nah- und Fernwärmenetze, die in Dänemark über zwei Drittel des gesamten Landes, seiner Menschen und der Wirtschaft versorgen – ein Vorbild in der Wärmewende!

Auch für die Mobilität ist Biogas geeignet: die Stadtwerke Augsburg betreiben den gesamten öffentlichen Busverkehr in der Stadt mit Biogas als Treibstoff quasi CO2-neutral. Augsburg ist damit Vorreiter unter den deutschen Großstädten. In schwedischen Großstädten ist das der Normalfall. Das funktioniert mit auf Erdgas angepassten Benzinmotoren, die übrigens auch für Privat-PKW im Einsatz sind.

Als Multitalent für Strom, Wärme und Mobilität bietet die Biogasnutzung die einmalige Chance, mit alternativen Kulturen wie z.B. Wildpflanzen die Artenvielfalt auf den Feldern massiv zu erhöhen. Solche mehrjährigen Kulturen – inklusive die Durchwachsene Silphie, haben hervorragende Schutzfunktion für den Boden, das Landschaftsbild und unser Trinkwasser: Nitrat kein Thema! Biogas kann aus Reststoffen, Mist und Gülle, aus nachwachsenden Rohstoffen und eben aus Wildpflanzen produziert werden.

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