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Erneuerbare Nahwärme als Baustein zur Wärmewende und erfolgreichem Klimaschutz

Forum zur regenerativen Wärmeversorgung in Baden-Württemberg nimmt Marktentwicklungen und Rahmenbedingungen in den Blick

Der Wärmesektor ist aktuell für rund die Hälfte des Endenergieverbrauchs in Deutschland verantwortlich und spielt damit eine zentrale Rolle für die Energiewende und erfolgreichen Klimaschutz. „Wir brauchen auch im Wärmebereich einen schnellen Umstieg auf Erneuerbare Energiequellen. Deshalb muss die Bioenergie bei der jetzt anstehenden Novellierung des KWKG angemessen berücksichtigt werden“, fordert Jörg Dürr-Pucher, Vorsitzender der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg. Dies gilt für die industrielle Prozesswärme ebenso wie im Gebäudebereich, wo trotz fortschreitender Sanierung des Altbau-Bestands nach wie vor noch ein Wärmebedarf für Heizung und Warmwasser besteht. Neben den Marktentwicklungen und politischen Rahmenbedingungen ist die Projektentwicklung im Fokus der Holzenergietagung, bei der Fachleute und Interessierte diskutieren, wie vorhandene regionale Energiepotenziale durch Nutzung von Holzenergie und Solarthermie erschlossen und so konventionelle Öl- und Gasheizungen ersetzt werden können.

Die Holzenergie-Tagung Baden-Württemberg auf dem Campus der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg dient zum mittlerweile fünften Mal als Branchentreffen der Holzenergie. Am 27. November kommen Unternehmen, Forschung, Verwaltung und Politik zusammen, um Marktentwicklungen, Technologie, politische Rahmenbedingungen und aktuelle Herausforderungen der erneuerbaren Wärmeversorgung zu diskutieren. Wärmenetze ermöglichen ein schnelles Vorankommen beim lokalen Klimaschutz. „Erneuerbare Nahwärmenetze haben das Potenzial, ganze Stadtquartiere oder Kommunen klimafreundlich zu beheizen und dabei Synergieeffekte mit Blick auf die regionale Wirtschaft zu erzielen“, sagt Prof. Dr. Harald Thorwarth. Es gibt Beispiele von Gemeinden, die sich für ein Wärmenetz auf Basis erneuerbarer Energien entschieden haben und eine (fast) vollständige Wärmewende hin zu 100 % erneuerbaren Energien in wenigen Jahren gelungen ist.

Vorteil bei bestehenden Wärmenetzen ist, dass ein Wechsel zu CO2-neutralen Energieträgern problemlos möglich ist. Die Kombination von Holzenergie- und Solarthermie eignet sich hervorragend, um für eine effiziente, klimafreundliche Versorgung von Quartieren und Gemeinden zu sorgen – sowohl im Nah- als auch im Fernwärmebereich. „Die in den Eckpunkten zur Novelle des Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg festgelegte verpflichtende Wärmeplanung für große Städte ist dazu ein wichtiger Schritt. Um die Potenziale zu erschließen, braucht es auch eine verpflichtende Umsetzung“, fordert Dürr-Pucher.

Die Holzenergietagung „Erneuerbare Nahwärme mit Holzenergie und Solarthermie“ findet in den Räumlichkeiten der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) statt. Veranstalter sind neben der HFR der Holzenergie-Fachverband (HEF) und die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg.

Informationen zum Programm und Ablauf der Holzenergietagung finden Sie hier.

Die Veranstaltung ist eingebettet in das EU-Interreg Projekt ENTRAIN.

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