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Südwesten: Rückenwind der US-Wahlen für Klimaschutz nutzen

Klimapartnerschaft mit Kalifornien stärken

Mit dem nächsten US-Präsidenten Joe Biden wird aller Voraussicht auch der Klimaschutz wieder eine größere Rolle in den Vereinigten Staaten spielen. Für eine klimaneutrale Energieversorgung in Deutschland und Europa ist das eine gute Nachricht. Darauf weist die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg hin und betont die großen klimapolitischen und wirtschaftlichen Chancen, die eine stärkere transatlantische Zusammenarbeit bei Windenergie, Photovoltaik und anderen regenerativen Energien bietet. Besonders für Baden-Württemberg und seine Partnerschaft mit dem wirtschaftsstärksten US-Bundesstaat könnte sich dies auszahlen.

„Der Wahlsieg von Joe Biden in den USA bietet wichtige Anknüpfungspunkte zur Stärkung des weltweiten Klimaschutzes und für den Ausbau erneuerbarer Energien im Südwesten“, erklärt Jörg Dürr-Pucher von der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg. Das Land mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann an der Spitze könne insbesondere in der Partnerschaft mit Kalifornien noch mehr Akzente setzen als bislang, so der Vorsitzende der Branchenvereinigung. „Die Kooperation des Bundesstaates und des Bundeslandes mit ihren führenden Forschungsinstitutionen muss endlich die in den vergangenen Jahren gemachten Innovationen aus der Forschung in europäische und amerikanische Produkte umsetzen. Wenn diese Zukunftskooperation jetzt auch in Washington und Berlin stärker unterstützt wird, kann es gelingen, wertvolle Akzente zum Schutz des Weltklimas und für die Schaffung Hunderttausender neuer Arbeitsplätze zu setzen.“

Gemeinsam Schlüsseltechnologien entwickeln und in den Markt bringen
Laut Dürr-Pucher sei es ein Armutszeugnis, dass inzwischen die meisten Solarzellen und -module, die führenden Batteriespeicher und die leistungsstärksten Kommunikationstechnologien aus China kommen. Europa und Nordamerika könnten die führenden Rollen ihrer Gesellschaften nur dann verteidigen, wenn sie selbst die Schlüsseltechnologien für die weltweite Kommunikation und Energieversorgung selbst entwickeln. „Sonst verliert Baden-Württemberg auch den mühsam errungenen Vorsprung bei der Quantenmechanik oder bei organischen Solarzellen innerhalb eines Jahrzehnts erneut“, meint der Energieexperte. „Der Forscherdrang aus Baden-Württemberg und die digitalen Fähigkeiten sowie der Wagemut von Unternehmen und Investoren aus Kalifornien ist genau die Mischung, die wir brauchen. Nur so können wir weltweit die große Transformation hin zu erneuerbaren Energien bewältigen, den Wohlstand in den reicheren Ländern erhalten und in den ärmeren Ländern steigern.“


Die nächsten Jahre sind entscheidend
Damit verbindet Dürr-Pucher auch eine weitere Hoffnung. Mit dieser positiven Vision könne eine Koalition der Willigen, Vernünftigen und Begeisterten auch die Mehrzahl derer wieder für einen gesellschaftlichen Konsens gewinnen, die sich heute beim Querdenken oder in Verschwörungstheorien unterschiedlicher Blasen im Internet verlieren. Hinzu komme: „Wir dürfen nicht warten, bis die Generation Fridays for Future den Weg durch die Institutionen beendet hat. In den nächsten Jahren fällt die Entscheidung, ob wir den weltweiten Temperaturanstieg auf unter 1,5 Grad Celsius begrenzen können. Deshalb brauchen wir sofort entschiedene Anstrengungen der Eltern- und Großelterngeneration.“

Die Branchen der Erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg sind bereit und in der Lage, Ihren Beitrag zu leisten. Gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich durch Investitionen von vielen Milliarden Euro.

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