24.04.2026 | Bessere Abstimmung von Netzausbau und erneuerbaren Energien im Fokus

Baden Württemberg treibt Synchronisierung von Stromnetzen und Erneuerbaren-Ausbau voran

© Plattform EE BW / Kuhnle & Knödler

© Plattform EE BW / Kuhnle & Knödler

Der Ausbau erneuerbarer Energien schreitet in Baden‑Württemberg dynamisch voran. Gleichzeitig wächst der Bedarf, Stromnetze rechtzeitig und bedarfsgerecht auszubauen. Das Projekt SyNEA – Synchronisation von Netz- und Ausbau Erneuerbarer Energien hat bei Workshops mit Netzbetreibern, Projektierern und Stakeholdern aus der Wirtschaft, Verwaltung und dem Naturschutz wichtige Impulse und Ansätze analysiert. Das SyNEA-Projekt wird von der Plattform Erneuerbare Energien BW und dem vfew bearbeitet.

Die Ergebnisse zeigen: Entscheidend sind transparente Informationen zu Netzkapazitäten, effizientere Anschlussprozesse und eine stärkere regionale Koordination. Darauf aufbauend entwickelt SyNEA weitere Maßnahmen – unter anderem zu digitalen Lösungen, Batteriespeichern und neuen Koordinationsformaten –, um die Energiewende in Baden‑Württemberg weiter zu beschleunigen.

Zentrales Erkenntnis ist: Technische Lösungen allein reichen nicht aus, um den Ausbau von Wind‑ und Solarenergie mit der Netzinfrastruktur in Einklang zu bringen. Entscheidend sind vor allem mehr Transparenz, bessere Koordination und effizientere Prozesse zwischen Netzbetreibern, Projektierern, Kommunen und Genehmigungsbehörden.

Transparenz und Koordination als Schlüsselthemen

Im Rahmen der drei vorangegangenen Workshops zeigte sich ein klares Bild übergreifender Herausforderungen: Fehlende Informationen zu verfügbaren Netzkapazitäten, unzureichende Übersicht über geplante Netzausbaumaßnahmen sowie komplexe und teilweise wenig standardisierte Anschlussprozesse führen häufig zu Verzögerungen und Planungsunsicherheit.

Ein weiteres zentrales Ergebnis ist der hohe Bedarf an besserer regionaler Abstimmung. Gerade größere Wind‑ und Solarparks, die zunehmend an das Hochspannungsnetz angebunden werden müssen, erfordern eine frühzeitige und koordinierte Planung von Netzausbau, Flächenbereitstellung und Genehmigungsverfahren.

Konkrete Maßnahmen für mehr Effizienz

Auf Basis der Analyse hat SyNEA konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt. Dazu zählt unter anderem der Ausbau digitaler Informationsangebote, die Netzkapazitäten und Anschlussmöglichkeiten transparent darstellen und damit frühzeitige Einschätzungen für Projektierer ermöglichen. Ebenso empfohlen werden klar strukturierte Kommunikationsprozesse und feste Ansprechpersonen, um Abstimmungswege zwischen den beteiligten Akteuren zu verkürzen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der konsequenten Nutzung von Batteriespeichern und Hybridkraftwerken. Diese können dazu beitragen, Netze zu entlasten, Abregelungen zu reduzieren und erneuerbare Energien effizienter in das Stromsystem zu integrieren.

Energieinfrastruktur-Koordination als nächster Schritt

Ein zentrales Thema ist die Weiterentwicklung der sogenannten Energieinfrastruktur‑Koordination. Ziel dieses Ansatzes ist es, Netzausbau, Erneuerbaren‑Ausbau und regionale und kommunale Planung stärker zu verzahnen. Insbesondere für Landkreise und Städte und Gemeinden sollen dabei Erleichterungen geschaffen werden, um Akteure frühzeitig an einen Tisch zu bringen, Konflikte zu vermeiden und Akzeptanz vor Ort zu stärken.

SyNEA wird diesen Ansatz gemeinsam mit Partnern weiterentwickeln und in die landesweiten Prozesse einbringen. Mit SyNEA setzt Baden‑Württemberg damit weiter auf einen praxisnahen und kooperativen Ansatz, um die Energiewende effizient, verlässlich und akzeptiert voranzubringen.

 

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