20.06.2022 | Fachtagung Erneuerbare Wärme

Erste Präsenzveranstaltung der Plattform EE BW ein voller Erfolg.

Fachtagung Erneuerbare Wärme in Stuttgart

Fachtagung Erneuerbare Wärme in Stuttgart

Von derzeit knapp 15 % EE-Anteil am Endenergieverbrauch für Wärme hin zu 100 % klimaneutraler Wärmeversorgung in weniger als 20 Jahren – das ist eine große Herausforderung, der sich unsere Branche stellt. Die dafür notwendigen erneuerbaren Wärmetechnologien standen im Fokus der ersten größeren Präsenzveranstaltung der Plattform EE BW. Das Interesse an der Fachtagung Erneuerbare Wärme war groß: 70 Personen aus Unternehmen, Verbänden, Forschungsinstitutionen, Medien, dem Landtag und der (kommunalen) Verwaltung nahmen teil.

Staatssekretär Andre Baumann vertrat das Umweltministerium und hob in seinem Grußwort die Dringlichkeit der jetzt anstehenden Schritte hervor, um die Klimaneutralität 2040 auch im Wärmesektor zu erreichen. Einen Blick auf Gesetze auf EU- und Bundesebene warf Dr. Martin Pehnt, wissenschaftlicher Geschäftsführer des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu): Bereits beschlossen sind schärfere Vorgaben für die Energieeffizienz von neuen und bestehenden Gebäuden, aber auch ambitionierte Vorgaben für neue Heizungen. Wie Gebäude fit für erneuerbare Energien gemacht werden und wie eine Sanierung schrittweise umgesetzt werden kann, darauf ging Frank Hettler, Leiter der Initiative Zukunft Altbau, später in seinem Vortrag ein.

Wärmenetze werden im Rahmen der Sektorkopplung eine wichtige Stütze im Energiesystem sein. Wie die Transformation bislang fossil gespeister Wärmenetze aussehen kann, das zeigte Susanne Ochse (GEF Ingenieur AG) aus Planungssicht, gefolgt von Christian Paul, der mit dem Wärmeverbund Freiburg-Süd ein solches Projekt für badenovaWÄRMEPLUS bereits umsetzt. Die Erschließung klimaneutraler Quellen wie Abwärme sowie der Zusammenschluss und die Erweiterung bestehender Wärmenetze sind hier ausschlaggebend. Eine weitere erneuerbare Wärmequelle, die sich in großem Maßstab ebenfalls für Wärmenetze eignet, stellte Dr. Rolf Meißner (Ritter Energie- und Umwelttechnik) mit der Solarthermie vor.

Die Versorgung einzelner Gebäude wird künftig zu einem großen Anteil über Wärmepumpen geschehen. Dass dies bei einem größeren Wärme- bzw. Kältebedarf möglich ist, illustrierte Christoph Hecklau von focusEnergie am Beispiel eines Produktions- und Logistikzentrums und eines Mehrfamilienhauses. Mit den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten moderner Holzenergienutzung sowie ihre Verfügbarkeit in Deutschland, vorgestellt durch Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands, schloss die Fachtagung ab.

Aus energiewirtschaftlicher Sicht sei 2040 bereits übermorgen, stellte Staatssekretär Andre Baumann auf der Fachtagung fest. Für den Wärmesektor heißt das also: beherztes und pragmatisches Handeln ist auf allen Seiten gefordert, bei Genehmigungsverfahren in der Verwaltung über großzügige Förderprogramm auf Landes- und Bundesregierung bis hin zu entscheidungsfreudigen Gebäudebesitzerinnen. Die Erneuerbaren-Branche steht bereit!

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