20.04.2026 | Holzenergie-Tagung Baden-Württemberg 2026

Impulse für die Wärmewende und die Weiterentwicklung effizienter Heizwerke

 

Holzenergie-Tagung Baden-Württemberg 2026, © Plattform EE BW / Dr. Stefanie Hähnlein

Holzenergie-Tagung Baden-Württemberg 2026, © Plattform EE BW / Dr. Stefanie Hähnlein

Wie kann die Wärmewende effizient, bezahlbar und erneuerbar gelingen?
Die Holzenergie‑Tagung Baden‑Württemberg 2026 zeigte auf dem Campus der Hochschule Rottenburg, welche Rolle Holzenergie in integrierten Wärmesystemen spielt, welche politischen Herausforderungen bestehen und wie Praxisbeispiele wie das Projekt BLINK neue Wege für eine defossilisierte Wärmeversorgung eröffnen. Die Tagung bestätigte erneut ihre Bedeutung als zentrale Plattform für fachlichen Austausch, Innovation und Vernetzung der Branche.

Am Donnerstag, 16. April 2026 fand erneut die Holzenergie‑Tagung Baden‑Württemberg auf dem Campus der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg statt. Unter dem Leitthema „Heizwerke weiterentwickeln“ kamen Vertreter*innen aus Branche, Forschung, Politik und Praxis zusammen, um über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven der Holzenergie im Kontext der Wärmewende zu diskutieren. Begleitet wurde die Tagung von einer Industrieausstellung, die den fachlichen Austausch zwischen Teilnehmenden und Unternehmen zusätzlich förderte.

Im Zentrum der Veranstaltung stand die Notwendigkeit eines intensiven und offenen Dialogs innerhalb der Holzenergiebranche sowie mit angrenzenden Akteur*innen. Einigkeit bestand darin, dass eine konstruktive Kommunikation – insbesondere mit Umwelt- und Naturschutzverbänden, der Wissenschaft und den anderen erneuerbaren Energietechnologien – eine wesentliche Voraussetzung für tragfähige und gesellschaftlich akzeptierte Lösungen darstellt. Nur durch diesen breiten Austausch lassen sich integrierte Konzepte entwickeln, die den Anforderungen einer erfolgreichen Wärmewende gerecht werden. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Transformationsprozess des Wärmesektors in Deutschland noch erhebliche Anstrengungen erfordert.

Kritisch diskutiert wurde die aktuelle energiepolitische Situation auf Bundesebene. Wiederholte Richtungswechsel, kombiniert mit zunehmender bürokratischer Komplexität, führen zu Unsicherheiten in der Branche. Diese mangelnde Planungssicherheit erschwert Investitionsentscheidungen und bremst den notwendigen Ausbau sowie die Weiterentwicklung der Wärmeinfrastruktur. Damit stehen die bestehenden politischen Rahmenbedingungen in einem Spannungsverhältnis zur Dringlichkeit der anstehenden Transformationsaufgaben.

Ergänzend wurde die hohe klimapolitische Dringlichkeit hervorgehoben. Die Reduktion von CO₂‑Emissionen, die Verlangsamung des Klimawandels sowie die Verringerung der Abhängigkeit von Energieimporten verlangen nach schnell wirksamen, zugleich aber langfristig effizienten Lösungen. In diesem Zusammenhang wurde die Rolle des Energieholzes als nachhaltiger und langfristig verfügbarer heimischer Energieträger und die Rolle der Holzenergie als Bestandteil eines integrierten Systems hervorgehoben. Eine optimale Kombination effizienter erneuerbarer Energietechnologien kann einen schnellen, wirtschaftlichen, bezahlbaren und tragfähigen Fortschritt ermöglichen.

Die Tagung bot darüber hinaus konkrete Einblicke in die Praxis. Zahlreiche Fachvorträge stellten aktuelle Projekte, Forschungsvorhaben und technologische Entwicklungen vor. Präsentiert wurden unter anderem Effizienzinitiativen für bestehende Heizwerke, neue technische Ansätze für deren Weiterentwicklung sowie Anwendungen im Bereich Fernwärme. Ebenso wurde das gemeinsame Projekt BLINK vorgestellt. Das Projekt zeigt auf, wie vorhandene Biomassepotenziale durch eine kaskadierte Nutzung von Biogas und Holz effizient für eine erneuerbare Wärmeversorgung erschlossen werden können.
Das Vortragsprogramm wurde ergänzt durch eine begleitende Industrieausstellung, in der Unternehmen aus ganz Europa ihre Lösungen und Technologien präsentierten und den direkten Austausch mit den Teilnehmenden ermöglichten.

Die Holzenergie-Tagung stärkte damit erneut ihre Rolle als wichtige Plattform für den fachlichen Austausch und die Vernetzung der Branche. Sie lieferte interessante Impulse für die Weiterentwicklung nachhaltiger Wärmeversorgungssysteme und unterstreicht die Bedeutung der Holzenergie im Kontext einer erfolgreichen Energiewende.

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