Die Veranstaltung brachte Vertreter*innen aus Kommunen, Politik, Wirtschaft, Projektentwicklung und Wissenschaft zusammen – ein breites Spektrum, das eindrucksvoll zeigt, wie groß das Interesse an der Technologie ist.
Susanne Weber, Projektleiterin bei der Deutschen Erdwärme, gab Einblicke in Sicherheitsaspekte, Projektabläufe und Erfahrungen aus der Praxis. Ein Schwerpunkt lag auf dem Grundwasserschutz und dem Multi‑Barriere‑Konzept, das moderne Bohrungen absichert.
Ein weiterer zentraler Diskussionspunkt war die Frage nach Bohrungen im Granit. Diese Frage wurde aus geologischer und genehmigungsrechtlicher Perspektive beleuchtet – inklusive der aktuellen Einschätzung, dass Bohrungen in kristallinem Grundgebirge in Baden-Württemberg derzeit politisch und genehmigungsrechtlich zurückhaltend bewertet werden. Gleichzeitig wurde klar, dass das Thema für viele Teilnehmende fachlich wie strategisch relevant bleibt.
Deutlich wurde außerdem: Der Ausbau der Wärmenetze und die Sicherstellung einer verlässlichen Wärmeabnahme sind wesentliche Voraussetzungen für den Fortschritt tiefer Geothermie in Baden-Württemberg. Ebenso entscheidend ist eine transparente Kommunikation, um Vertrauen und Akzeptanz zu stärken.
Die Veranstaltung wurde durch das Umweltministeriums Baden-Württemberg gefördert.
Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e.V. setzt die Informations‑ und Dialogreihe fort; eine nächste Veranstaltung ist bereits in Planung.