27.02.2026 | Wasserstoff-Leuchtturmprojekt für Baden-Württemberg soll in Industriepark entstehen

Staatssekretär Andre Baumann informiert sich über die Zukunft des Energiestandorts

Die Chancen und Möglichkeiten für einen großskaligen Elektrolyseurs am Energiestandort Philippsburg stehen im Fokus der Landespolitik. Der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Andre Baumann hat den Energiestandort Philippsburg besucht, um sich vor Ort über die geplanten Energie- und Innovationsprojekte zu informieren. Im Mittelpunkt stand die Vorstellung des von einem regionalen Projektkonsortium geplanten Wasserstoff-Hubs auf dem Gelände des Industrieparks Philippsburg. Bei einer Vor-Ort-Besichtigung des Ultranet-Konverters der TransnetBW wurde die Bedeutung der Anlage für die Versorgung Baden-Württembergs mit Strom aus Erneuerbaren Energien deutlich.

Vom Kernenergiestandort zum Zukunftsstandort für Erneuerbare Energien

Im Philippsburger Rathaus skizzierte Bürgermeister Stefan Martus die strategischen Überlegungen zur Transformation des Energiestandorts. Philippsburg, das lange Zeit eng mit der Kernenergie verbunden war, treibt den Wandel hin zu einem wichtigen Standort für klimafreundliche Energieerzeugung konsequent voran. Für das Projektkonsortium stellte Jürgen Scheurer, Geschäftsführer der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg, das regionale Wasserstoffkonzept für Philippsburg sowie die Projektstrukturen vor, die den Aufbau einer leistungsfähigen Wasserstoffproduktion ermöglichen sollen.

Geplanter Elektrolyseur wäre eine der größten Anlagen im Land

Joachim Kugler vom Projektpartner Siemens Energy erläuterte die technischen Eckpunkte des Projekts. Vorgesehen ist der Bau eines Elektrolyseurs mit einer elektrischen Leistung von mehr als 50 Megawatt. Diese Anlage soll eine der größten ihrer Art in Baden-Württemberg werden und jährlich rund 5.025 Tonnen grünen Wasserstoff bereitstellen. Siemens Energy liefert hierfür die erforderliche Elektrolysetechnologie, während MorGen Energy als Investor und Betreiber vorgesehen ist. Der produzierte Wasserstoff wird unter anderem an die Raffinerie MiRO in Karlsruhe sowie an die Thüga Energienetze und die Netze Südwest geliefert. Vertreter der Partnerunternehmen begleiteten den Austausch und standen für weiterführende Gespräche zur Verfügung.

Für die Anlage ist bereits eine Fläche von 20.000 Quadratmetern im Industriepark Philippsburg reserviert. Der Standort verfügt darüber hinaus über zwei große Photovoltaik-Dachanlagen mit einer Leistung von insgesamt zwölf Megawattpeak, die wichtige Teile der Energieversorgung unterstützen. Ein Trinkwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 1,78 Millionen Litern, drei Brunnen und der angrenzende Hebelsee bieten zusätzliche wasserwirtschaftliche Vorteile für den künftigen Elektrolysebetrieb. In der unmittelbaren Umgebung entstehen zudem neue Photovoltaik- und Windenergieanlagen, Batteriespeicher sowie ein Geothermiekraftwerk. Auf dem ehemaligen Kerosintanklager besteht außerdem die Möglichkeit, künftig Wärme- oder Wasserstoffspeicher zu entwickeln.

Staatssekretär Andre Baumann zeigte sich beeindruckt von den hervorragenden Standortbedingungen und dem breiten Engagement der beteiligten Akteure. Er hob die Bedeutung des Hochlaufs einer nennenswerten eigenen Wasserstoffproduktion in Baden-Württemberg, insbesondere für den Industrie und Gewerbe im Land hervor.

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