Flexibilität und Resilienz als Schlüssel der Energiewende

Fachtagung der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg brachte die relevanten Akteure zusammen

Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V. lud zur Fachtagung „Flexibilität und Resilienz in der Energieversorgung für Baden-Württemberg“ in das Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart ein. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie die Energieversorgung im Südwesten angesichts wachsender Herausforderungen robust und anpassungsfähig gestaltet werden kann. Jürgen Scheurer, Geschäftsführer der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg, eröffnete die Veranstaltung als Moderator.

Fachtagung Flexibilität und Resilienz als Schlüssel der Energiewende

Den Impuls zur politischen Einordnung setzte die Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Thekla Walker MdL.

Thekla Walker

In ihrem Beitrag wurde deutlich, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien weiterhin eng mit Fragen der Versorgungssicherheit, der Wettbewerbsfähigkeit und der industriellen Transformation verbunden ist.

Dabei betonte Sie die Rolle der erneuerbaren Energien für eine sichere, bezahlbare und zukunftsfähige Energieversorgung und die wirtschaftliche Entwicklung in Baden-Württemberg.

Sie forderte vom Bund entsprechende Regelungen, um vor allem die südlichen Bundesländer bei ihren Ausbauanstrengungen zu unterstützen und nicht zu behindern.

 

 

Ein weiterer Impuls kam von Jörg Dürr-Pucher, Vorsitzender der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg, der die Anforderungen der Branche an Land und Bund in den Blick nahm.

Jörg Dürr-Pucher

Er mahnte an, dass für die Branche verlässliche Rahmenbedingungen, schnelle Genehmigungen und ein konsequenter Ausbau der Infrastruktur zentrale Voraussetzungen für das Gelingen der Transformation der Energiewirtschaft sind.

Besonders betonte er die Notwendigkeit von fairen Ausschreibungsbedingungen für Baden-Württemberg und Bayern beim Ausbau der Windenergie in Süddeutschland.

Resilienz der baden-württembergischen Wirtschaft

Im ersten thematischen Block stand die Resilienz der baden-württembergischen Wirtschaft im Fokus. Dr. Susanne Wellmann, Energiereferentin der Unternehmer Baden-Württemberg e. V. erläuterte, wie erneuerbare Energien zur Stärkung der wirtschaftlichen Widerstandsfähigkeit beitragen können. Ergänzend dazu zeigte Lamia Celik von der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Agentur für Arbeit, welche Bedeutung die Energiebranche für den Arbeitsmarkt hat. Lena Kuhn von der Akademie der Ingenieure GmbH machte deutlich, wie wichtig Qualifikation und Fachkräfteentwicklung für die Transformation der Energiewirtschaft sind.

 

Alternativ Text

Dr. Susanne Wellmann

Unternehmer Baden-Württemberg e. V.

Alternativ Text

Lamia Celik

Agentur für Arbeit

Alternativ Text

Lena Kuhn

Akademie der Ingenieure GmbH

Im Anschluss diskutierten Dr. Susanne Wellmann, Michael Joukov MdL und Jörg Dürr-Pucher in einer energiepolitischen Gesprächsrunde die zentralen Weichenstellungen für Baden-Württemberg. Moderiert von Jürgen Scheurer wurde die Debatte durch die Frage geprägt, wie sich wirtschaftliche Resilienz, Klimaschutz und Versorgungssicherheit gemeinsam stärken lassen. Übereinstimmend wurde betont, dass dies nur im konstruktiven Zusammenwirken aller Akteure funktioniert,

Fachtagung Podiumsgespräch

Flexibilisierung der Energieversorgung in Baden-Württemberg

Nach der Mittagspause folgte der zweite große Themenblock zur Flexibilisierung der Energieversorgung in Baden-Württemberg. Dimitri Vedel-Wackerhagen stellte Erkenntnisse aus dem Projekt SyNEA vor und erläuterte die Synchronisation von erneuerbaren Energien und Netzausbau. Dr. Matthias Stark vom Bundesverband Erneuerbare Energie e. V. präsentierte den Energiewenderechner als Werkzeug zur Einordnung des Stands der Energiewende und als Planungshilfe.

Wie Flexibilität technisch und systemisch umgesetzt werden kann, zeigte Stefan Köbel vom Institut für Energieübertragung und Hochspannungstechnik der Universität Stuttgart. Florian Reuter von TransnetBW ergänzte die Perspektive des Netzbetreibers und machte deutlich, dass mehr Flexibilität ein entscheidender Hebel ist, um System- und Versorgungssicherheit auch in einem Energiesystem mit hohem Anteil erneuerbarer Energien zu gewährleisten.

Dimitri Vedel-Wackerhagen

Dimitri Vedel-Wackerhagen

Plattform Erneuerbare Energien BW e. V.

Dr. Matthias Stark

Dr. Matthias Stark

Bundesverband Erneuerbare Energie e. V.

Stefan Köbel

Stefan Köbel

Universität Stuttgart

Florian Reuter

Florian Reuter

TransnetBW

Fazit: Flexibilität und Resilienz sind zentrale Zukunftsthemen

In der abschließenden Gesprächsrunde diskutierten Dr. Matthias Stark, Stefan Köbel und Florian Reuter noch einmal die zentralen Erkenntnisse des Tages. Dabei wurde deutlich, dass der Erfolg der Energiewende nicht allein vom Ausbau der Erzeugung abhängt, sondern ebenso von Netzflexibilität, Systemintegration, Digitalisierung und einer klugen Verzahnung von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.

Podiumsdiskussion Fachtagung

In seinem Schlusswort befand Jörg Dürr-Pucher, dass Flexibilität und Resilienz zu den zentralen Zukunftsthemen der Energiepolitik gehören müssen– gerade in einem Industrieland wie Baden-Württemberg.

 

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